Monthly Archives: Oktober 2011

GegenArgumente 11/2011 erschienen

GegenArgumente 11 / 2011

Themen:
Was bewegt „Occupy Wall Street“?
Was die Wohnungsfrage im Kapitalismus wirklich ist

„Wohnraum vergesellschaften“?

Was die Wohnungsfrage im Kapitalismus wirklich ist

Fortsetzung

Mittwoch, 23.November 2011 um 18:30 Uhr
Raum 104, Pferdestall, Allende-Platz 1
Forum Gegenargumente Hamburg/ AANO

1.

Es stimmt: Wohnen zur Miete ist alles andere als ein sorgenfreies Grundbedürfnis. Das fängt bei den stetig steigenden Mietkosten an und geht bis zu den Bruchbuden, in denen die Menschen aus prekären Lebensverhältnissen hausen müssen – so man das Glück hat, überhaupt ein Dach über dem Kopf zu haben. Dazwischen liegt eine ganze Liste an Ärgernissen, mit denen es Mietbewohner regelmäßig zu tun haben. Jeder kennt das aus eigener Erfahrung zur Genüge: Wer darauf angewiesen ist, einem Vermieter die paar Quadratmeter Lebensraum zur eigenen Nutzung zu bezahlen, der muss in der Regel einen lebenslangen und zermürbenden Kampf führen. Das ist Wohnen in der freien Marktwirtschaft. So weit, so mies. Und Grund genug, sich einen Reim darauf zu machen, warum das so ist. Continue reading

Nachrichten aus der Marktwirtschaft: Was ist los, wenn die „Arbeitssucht“ grassiert?

Vor einiger Zeit macht die Illustrierte „Stern“ auf mit dem Titel: „Süchtig nach Arbeit“ (16/2011). Vorgestellt werden da Leute, die in und vor allem wegen ihrem aufreibenden Berufsleben irgendwann zusammenbrechen und dann von Psychologen als „arbeitssüchtig“ eingestuft werden. Dazu werden dem Leser eine Reihe von Symptomen dieser merkwürdigen Krankheit vorgestellt: Der arbeitssüchtige Angestellte oder Manager kennt nur noch seine Arbeit, macht haufenweise Überstunden, kennt kein Wochenende, kümmert sich um nichts anderes mehr, vernachlässigt die Familie und betrachtet jede Art von Freizeit als Ablenkung oder Störung.

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Das Ende eines guten Geschäfts

Griechenland gilt als heillos überschuldet. Aber für wen sind die Schulden eigentlich plötzlich zu hoch und nach welchem Maßstab?

In der aktuellen Krisendebatte ist es zum Dogma geworden: Griechenland hat sich heillos überschuldet – und davon geht die akute  Gefahr einer tiefen Krise aus, die noch viel schlimmer als die Finanzkrise im Gefolge der „Lehman-Pleite“ ausfallen könnte. Kaum jemand zweifelt an diesem Argumentationsmuster. Aber geht man der Frage nach: Für wen sind die Schulden eigentlich zu hoch?  Und für welchen Zweck? Dann stellt sich die Sachlage doch etwas anders dar.

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Die Regierung lässt die Armut erforschen, über die sie regiert:

Wissenschaftler ringen um den „Armutsbegriff“

Im März (2005) kommt der 2. Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung heraus, und die Öffentlichkeit interessiert sich dafür genau eine Meldung lang. Das reicht auch, denn das Forschungsergebnis – die Reichen werden immer reicher, die Armen immer ärmer – ist wirklich nichts Neues und wird auch von keiner Seite ernsthaft bestritten. Im Gegenteil: Löhne runter und Profite rauf ist das erklärte Kampfprogramm, mit dem die regierenden Sachverständigen für Wirtschaft den Standort an die Weltspitze führen wollen. Nach 4 Jahren Studium und 370 Seiten landen die regierungsunabhängigen Sachverständigen für Armut bei haargenau der gleichen Therapie: „Förderung von Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit … weitere Senkung der Lohnnebenkosten … neue Formen der privaten Sicherung … Anreize zur Aufnahme von Erwerbsarbeit im Niedriglohnbereich“. (S. 196 ff.) Von wegen Arme bräuchten mehr Geld! Auch Armutsforscher gelangen zu der äußerst vernünftigen Einsicht, dass Armut nur durch mehr Verarmung bekämpft werden kann. Continue reading