Monthly Archives: Dezember 2011

Die nächsten Termine des Forum GA

Die gesellschaftliche Institution Familie
Ort des Glücks, des Psychoterrors und des Amoklaufs Teil II

Mittwoch, 11. Januar 2012 um 18:30 Uhr
Raum 104, Pferdestall, Allende-Platz 1

1.2.12: Brauner Terror -
Warum müssen Politiker immer dementieren, das die Nazis nicht
das wahre Deutschland sind? (das machen sie bei Linken nie)
Warum auf einmal Terrorismus?
Wie sind die Ermittlungs-„Pannen” zu erklären?

Mittwoch, 1. Februar 2012 um 18:30 Uhr
Raum 104, Pferdestall, Allende-Platz 1

Peter Decker: Krisenkonkurrenz

Mitschnitt der Veranstaltung vom 7.12.2011 in Hamburg im MP3 Format.

Die Tonqualität der Aufnahme ist leider mäßig.

Krisenkonkurrenz Hamburg Peter Decker 2011 – Teil 1 (20MB)

Krisenkonkurrenz Hamburg Peter Decker 2011 – Teil 2 (25MB)

Professionelle Zyniker

Unter dem Motto »Gegen Ausbeutung und Verarmung« mobilisieren die beiden linken Gewerkschaften CGTP und UGT gegen die Regierung von Pedro Passos Coelho und das von der »Troika« aus EU-Kommission, Europäischer Zentralbank und Internationalem Währungsfonds auferlegte Sparregime, das für die Bevölkerung bitterste Konsequenzen hat. Die deutsche Kanzlerin spendet der kompromißlosen Durchsetzung der Kürzungen dagegen ausdrücklich Beifall: Sie sieht Portugal »auf einem guten Weg«.

Dieser »gute Weg« führt das portugiesische Volk in bittere Armut. Seit das Land dem rigiden Sparprogramm unterworfen ist, das ihm als »Gegenleistung« für den »Rettungsschirm« über 78 Milliarden Euro auferlegt wurde, hat die Bevölkerung eine Senkung ihres Lebensstandards hinnehmen müssen. Offizielle Statistiken weisen Einkommensverluste von durchschnittlich 20 Prozent aus. Das ist ein weiterer Einschnitt in ein Lohnniveau, das ohnehin zu einem der niedrigsten in der gesamten EU zählt.

Artikel  auf junge welt vom 23.11.2011

Lehren aus der Schuldenkrise 2011 Teil 4

Die Regierungen argumentieren nicht für den Euro, sondern mit dem Euro: Der Euro muss gerettet werden; die Maßnahmen dafür sind alternativlos.  Also – also? – hat das Volk zur Euro-Rettung alle von oben verordneten Härten zu schlucken!

[...] „Die Maßnahmen der Regierung sind alternativlos!“

Die Botschaft ist klar: Niemand soll angesichts der rigiden Sparmaßnahmen mit Gesuchen auf Milde oder Rücksichtnahme bei Rentnern oder sozial Schwachen antreten. Denn es gibt sie nicht, die alternative Vorgehensweise, für die mancher Verbandsvertreter oder linker Sozialpolitiker werben mag. Nicht das bessere Argument reklamiert die Regierung für ihr Vorgehen, mit dem sie Alternativen als schlecht begründete abweist, sie bestreitet schlichtweg deren Existenz. Und damit ist jeder Einspruch argumentlos zur Ohnmacht verurteilt. Das Regierungshandeln vollstreckt einen Sachzwang, der gar keine Wahl lässt. So soll es die Menschheit auffassen.

Das sollten die so angesprochenen Völker einmal beim Wort nehmen. Die Genesung der Sorte Wirtschaft, die ihnen als unabweisliches Lebensmittel vorgesetzt wird, ist nur durch eine durchgreifende Verschlechterung ihrer Lebenslage zu haben, und das nicht nur vorübergehend, sondern so dauerhaft wie die Kürzungsorgien bei Renten, Gesundheit und anderen Bereichen angelegt sind. Nicht aus bösem Willen, sondern weil das Sachgesetz unseres Wirtschaftens so etwas verlangt. Das wäre doch einmal als vernichtendes Urteil über dieses wirtschaftliche System ernst zu nehmen. Genommen werden soll es aber als Ausweis für die Notwendigkeit der Einschnitte.

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“Wir brauchen Wachstum”

Schrumpfende Industrie
China droht als Weltenretter auszufallen (spiegel.de)

Wachstumsstillstand gilt schon als eine mittlere Katastrophe, sinkende Wachstumsraten sind endgültig der Gau für eine Nationalökonomie. Darin sind sich die Wirtschaftspolitiker heute ebenso einig wie in ihremCredo: Das Wachstum muss wieder angestoßen werden! Damit die Raten wieder nach oben gehen! Komme was da wolle! ‚Wirtschaftswachstum’, das ist der Erfolgsmaßstab allen Wirtschaftens.
Offensichtlich gilt hierzulande der Irrsinn, dass die Wirtschaft nicht produziert, was gebraucht wird, sondern dass sie immer mehr „Erträge“ zu bringen hat alsim Vorjahr. Alles, was übers Jahr gearbeitet, hergestellt und verkauft wird, verfehlt sein eigentliches Ziel, wenn”die wirtschaftliche Aktivität” dabei nicht steigt. Dabei kann und muss auch niemand so recht sagen, was eigentlich fehlt und was immer mehr werden sollte.