Monthly Archives: Mai 2012

Einwände gegen die Politik des Blockupy-Bündnisses

Widerstand gegen Verarmung – für einen sozialeren und demokratischeren Kapitalismus?

Europa spart – am Lebensunterhalt seiner Bürger. Die demokratischen europäischen Regierungen machen das Leben ihrer Völker dafür haftbar, dass ihre Wirtschaft zu wenig wächst und die Kreditwürdigkeit ihrer Nation dahin ist. Deswegen haben die verantwortlichen Staatsführer ihren Bürgern ein gewaltiges soziales Abbruchprogramm verordnet.

Betroffene melden sich zu Wort und protestieren. Dass sie das tun, ist überfällig. Nur wie! Continue reading

Die verkehrten Forderungen des DGB

„Gute Arbeit für Europa“ – statt für Geld? „Gerechte Löhne“ – statt hohe? „Soziale Sicherheit“ – für die prekären Existenzen, die wohl immer dazu gehören?

Als Antwort auf die „soziale Krise“ in Europa hat der DGB für den 1. Mai 2012 eine knackige Forderung aufgelegt: „Gute Arbeit für Europa“schaffen, in Einheitsfront mit Arbeitgebern und Staat, als Antwort darauf, dass „Spekulanten die Weltwirtschaft beinahe in den Abgrund gestürzt haben“. Das halten wir für dreifach verkehrt.

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Das Atomprogramm der Islamischen Republik Iran

Öffentlicher Diskussionstermin

Ein weiterer Fall für die Erneuerung amerikanischer Führungsmacht – Krieg eingeschlossen

Dienstag, 22. Mai, 19.30 Uhr, Werkhof, Gaußstraße 25 (Ecke Nernstweg)

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Zur Rettung ihres Staates ist für die KP Kubas der Sozialismus gestorben

Wir empfehlen eine Veranstaltung der AANO

Patria o muerte?

Vortrag & Diskussion
Referent: Dr. Herbert Ludwig Fertl (Redaktion GEGENSTANDPUNKT)

Dienstag, 12. Juni 2012, 19 Uhr
Universität Hamburg,Von-Melle-Park 6, Philosophenturm Hörsaal D

Den Ankündigungstext als PDF hier herunterladen.

Arbeitskreis „Kritik der Politischen Ökonomie“

Marx: DAS KAPITAL – Band 1

Im Gefolge der großen Finanzkrise ist das KAPITAL von Marx wieder einmal entstaubt worden. Wie immer, wenn die gebildete Öffentlichkeit den alten Denker modern aufbereitet, bleibt von seinen Aussagen zur Sache kaum etwas übrig. Denn die Sichtung seines Hauptwerks geht konsequent entlang der Fragestellung, was sich darin als Beitrag zu den aktuellen Problemen & Lösungen finden lässt, in die der marktwirtschaftliche Verstand die kleinen und großen Katastrophen des Kapitalismus überführt. Mit dem praktischen Denken, das auf die Bewältigung von Umständen aus ist, die als gegeben anerkannt werden, hatte Marx allerdings überhaupt nichts im Sinn, im Gegenteil: Seine „Kritik der Politischen Ökonomie“ des Kapitalismus setzt gerade da an, wo alle Welt es für die normalste Sache hält und danach handelt, dass der gesellschaftliche Reichtum die Form von Waren annimmt. Das mag wie selbstverständlich erscheinen, weil jeder im Alltagsleben kauft und verkauft, also mit seinen Bedürfnissen immerzu so umgeht, wie es in der modernen Marktwirtschaft geregelt ist: zahlungsfähig muss man schon sein und zwar ausreichend zahlungsfähig, um an der „ungeheuren Warensammlung“ nicht bloß ideell teilzuhaben : Die einzelne Ware hat ihren Preis und der ist in Geld zu entrichten. Also muss man Geld verdienen…mithin die ganze Reihenfolge von „Sachzwängen“ abarbeiten, die jedem irgendwie aus seinem kapitalistischen Leben geläufig sind.

Dass der Alltag des modernen Kapitalismus so organisiert ist und von den Menschen so nachgelebt wird – das ist einerseits ein handfester Tatbestand, der in Sprüchen wie „Geld regiert die Welt“ auf abgeklärte Weise bestätigt wird. Andererseits ist die Macht des Geldes nicht dadurch aus der Welt, dass es in der Bewältigung des kapitalistischen Alltags allseits wie ein nützliche Mittel gesehen und behandelt wird, mit dem man es selbst in der Hand hat, sein Leben zu „gestalten“ – so als wären Ware, Preis und Geld dann doch bloß sinnreiche Einrichtungen für ein allgemeines Wohlergehen. Diesen ständig praktizierten und reproduzierten Widerspruch hat Marx nicht einfach auf sich beruhen lassen. Er ist der absurden „Vernunft“ einer Produktionsweise auf den Grund gegangen, in der die ökonomischen Beziehungen der Menschen die dingliche Gestalt von Ware und Geld annehmen und als diese über die gesellschaftlichen Produzenten und Konsumenten Herrschaft ausüben. An der Ware hat er entdeckt, dass mit ihr der Kapitalismus anfängt – dessen Analyse beginnt er deshalb mit dieser elementaren Form des kapitalistischen Reichtums und des in ihr verkörperten grundlegenden Gegensatzes von Gebrauchswert und Tauschwert: Alle Produkte im Kapitalismus haben ihren entscheidenden Nutzen nicht in dem konkreten Bedürfnis, dem ihr Gebrauchswert dient, sondern in einem Wert, der ihnen allen als Tauschobjekte gleichermaßen eigen ist – die erste Verfremdung in einem Produktionsverhältnis, in dem sich die Menschen zu den Produkten ihrer Arbeit als verdinglichter Ausdruck ein und desselben abstrakten Reichtums verhalten. Im Geld erhält dieser Reichtum seine selbständige und alle Waren gleichermaßen repräsentierende Existenzform – es ist die vergesellschafte Form des Reichtums, den sich der Kapitalismus zu seinem Produktionszweck setzt: mit der Herstellung von Waren mehr Geld zu erwirtschaften als zu ihrer Herstellung aufgewendet wird…Kapitel für Kapitel entwickelt Marx die logischen und aufeinander aufbauenden Bestimmungen des Kapitals und seiner Produktions- und Verteilungsgesetze, bis am Ende von Band 1 seines Werkes schließlich die kapitalistische Produktionsweise mit ihren lebensfeindlichen Gegensätzen und Widerwärtigkeiten erklärt und damit in Grund und Boden kritisiert ist.

……….

Der neue Kapital-Arbeitskreis (Lektüre: Karl Marx, Das Kapital Bd.I) beginnt im Herbst 2012.
Genauer Termin, Ort etc. unter www.gegenargumente-hamburg.de oder (mit Anmeldung) am GSP-Büchertisch ab 25.9.