Monthly Archives: Januar 2013

Diskussionstermin: Die amerikanische Immobilienkrise

war der Auslöser einer Finanzkrise, wie sie die Welt seit der Weltwirtschaftskrise Anfang der 30er Jahre nicht gesehen hat. Noch immer laboriert der Wieder-Aufschwung der US-Wirtschaft vor allem am schwachen Zustand dieses Sektors. Mit den Worten des Zentralbank-Chefs Bernanke:

“Nach jüngsten Schätzungen stehen etwa 1,75 Millionen Häuser leer und zum Verkauf… Darüber hinaus wird noch eine sehr große Zahl weiterer Häuser auf den Eigenheim-Markt kommen. In jedem der letzten Jahre sind grob 2 Millionen Einfamilienhäuser unter Zwangsvollstreckung gefallen; viele davon sind zum Verkauf angeboten und verdrängen weitgehend die Nachfrage nach Neubauten. Auch in Zukunft dürfte die relativ hohe Rate von Zwangsvollstreckungen (foreclosure) noch eine Weile anhalten, folglich weitere Häuser auf den Markt und Familien auf die Straße werfen und Gemeinden zerstören.”

So ist das eben im Kapitalismus: Mit der Selbstverständlichkeit eines “Naturgesetzes” fliegt auf die Straße, wer seinen Hypotheken-Kredit nicht mehr bedienen kann. Dann campieren glatt Millionen Familien neben ihren geräumten Häusern, deren Leerstand auch noch Geld kostet. Was findet der Boss der Geld- und Kreditversorgung daran ärgerlich: Dann kommt das Geschäft mit dem Wohnbedürfnis der Amerikaner nämlich nicht wieder auf die Beine; dann werden keine neuen Häuser gebaut, kommt die Bauwirtschaft nicht in die Gänge, werden keine Kredite vergeben usw. Daraus lässt sich Folgendes entnehmen:

1. Das gesellschaftliche Grundbedürfnis nach einem Dach über dem Kopf ist so grundsätzlich einge-spannt für das Geschäft von Wohnungsbaugesellschaften und Hypothekenbanken, dass es glatt scheitert, wenn es deren Bedarf an Geldvermehrung nicht mehr bedient.

2. Der Eigenheim-Markt ist offenbar so erfolgreich für die Ausdehnung aller Geldgeschäfte mit ihm benutzt worden, dass die Weltfinanzkrise durch seinen Zusammenbruch ausgelöst wurde.

3. Die “Lehre”, die die verantwortlichen Lenker der US-Wirtschaft daraus ziehen, ist, dass genau dieses Geschäft mit dem Wohnbedürfnis von Leuten, die für den Kauf von Häusern auf Immobilien-Kredite angewiesen sind, wieder losgehen muss, um das Sorgeobjekt Aufschwung der US-Wirtschaft zu kurieren. Darauf richten sich dann alle Anstrengungen der Notenbanker.

Wie dieses Geschäft funktioniert; wie die Besicherung von Immobilienkrediten den Stoff für Kapitalmarktgeschäfte liefert, an denen Finanzkapitalisten der ganzen Welt teilhaben wollen; wie daraus am Ende glatt eine Weltfinanzkrise wird, das wollen wir klären.

Lesetipp: ,,Aufstieg und Fall des Hypothekenkredits” aus Gegenstandpunkt 4/12

Diskussionstermin am Mittwoch, dem 30.01.13 um 18:30 im Pferdestall.

Lektüretipp

Neues Flugblatt des Gegenstandpunkt: Download der PDF Datei

Jour fixe am 29.1.

Eine Zwischenbilanz im Kampf gegen die Erderwärmung:

Die aktuellen Drangsale der deutschen Energiewende

Dienstag, 29. Januar 2013, 19.30 Uhr
Werkhof, Gaußstr. 25/Ecke Nernstweg

1. Gedacht war die Sache mit der Wende hin zu immer mehr erneuerbarer Energie mal so: Deutschland macht der Welt mit Entschlusskraft zur „Klimarettung“ und ausgereifter Technik vor, wie die drohende Erderwärmung noch rechtzeitig zu stoppen ist; versammelt die Staaten auf den klimadiplomatischen Konferenzen um sich und bindet sie in ein internationales Regelwerk anspruchsvoller CO2-Reduktionen – Stichwort „Kyoto-Vertrag“ – ein; stiftet mit der Selbstverpflichtung der Staaten auf eine Energiewende einen globalen Bedarf nach erneuerbarer Energie – und ist mit seiner technologischen Führerschaft der vorrangige Nutznießer dieses neuen Weltmarkts. Continue reading

Aufstieg und Fall des Hypothekenkredits

Veranstaltungsempfehlung

Diskussionstermin des FORUM GEGENARGUMENTE/AANO

Die amerikanische Immobilienkrise

Mittwoch, 13. Februar 2013 um 18:30 Uhr
R 104 Pferdestall Allende-Platz 1

war der Auslöser einer Finanzkrise, wie sie die Welt seit der Weltwirtschaftskrise Anfang der 30er Jahre nicht gesehen hat. Noch immer laboriert der Wieder-Aufschwung der US-Wirtschaft vor allem am schwachen Zustand dieses Sektors. Mit den Worten des Zentralbank-Chefs Bernanke:

“Nach jüngsten Schätzungen stehen etwa 1,75 Millionen Häuser leer und zum Verkauf… Darüber hinaus wird noch eine sehr große Zahl weiterer Häuser auf den Eigenheim-Markt kommen. In jedem der letzten Jahre sind grob 2 Millionen Einfamilienhäuser unter Zwangsvollstreckung gefallen; viele davon sind zum Verkauf angeboten und verdrängen weitgehend die Nachfrage nach Neubauten. Auch in Zukunft dürfte die relativ hohe Rate von Zwangsvollstreckungen (foreclosure) noch eine Weile anhalten, folglich weitere Häuser auf den Markt und Familien auf die Straße werfen und Gemeinden zerstören.” Continue reading

GegenArgumente 2013-1 erschienen

Download der PDF Datei