Monthly Archives: März 2016

Veranstaltungstipp

Wir empfehlen eine Veranstaltung des ASTA der Universität Hamburg

Eigentum – Ware – Tausch – Geld,
oder: Freie Bedürfnisbefriedigung als Dienst an der Geldvermehrung

Vortrag & Diskussion
Referent: Prof. Freerk Huisken (Universität Bremen)

Dienstag, 12. April 2016, 18 Uhr · Universität Hamburg, Philosophenturm, Von-Melle-Park 6, Hörsaal D

Schule und Hochschule lehren, dass der Markt jedem Bedürfnis offen steht und das Geld das Mittel ist, sich in ihm nach Herzenslust zu bedienen. Bereits ein Blick auf die kapitalistische Realität lässt erhebliche Zweifel an der Stimmigkeit dieses Urteils aufkommen: Wie kann das Geld ein Mittel sein, das den Konsumenten gemäß ihrer Bedürfnisse zur Verfügung steht, wenn die meisten von ihnen permanent über Geldmangel klagen und wenn sogar offiziell von Kinder-, Jugend-, Single- und Altersarmut die Rede ist? Daneben gibt es natürlich immer wieder Kritik an den Tauschbeziehungen der Marktwirtschaft: Sie reicht von der Schelte über die Geldgier der Verkäufer bis zum Befund, dass der Käufer sich auf dem Markt dem “Konsumterror” hingebe. Daneben finden sich aber auch prinzipielle Kritiken, die das Lob des Marktes auf den Kopf stellen; z.B. die, dass der Tausch eine bedürfnisfeindliche Angelegenheit sei, weil das Eigentum der Verkäufer an den Waren den Ausschluss der Konsumenten von den Mitteln ihrer Bedürfnisbefriedigung bedeutet. Doch auch diese Kritik trifft die Sache nicht: Werden die Massen an Waren denn nur zu dem Zweck produziert, dass man sie im Schaufenster beglotzt? Absurd! Und lebt nicht die kapitalistische Gesellschaft immer auch davon, dass Bedürfnisbefriedigung allenthalben stattfindet? Wie sollte sie sich sonst beständig und ziemlich nachhaltig reproduzieren? Continue reading

Buchtipp

Der GEGENSTANDPUNKT 1-16 ist am 18. März erschienen

gs161_titel_72dpi copy

Details zum Inhalt HIER.

ISSN 0941-5831, € 15, in Hamburg u.a. in folgenden Buchläden erhältlich:· Heinrich Heine Buchhandlung, Grindelallee 26 · Buchhandlung im Schanzenviertel, Schulterblatt 55 · Buchhandlung Kurt Heymann, Eppendorfer Baum 27 · Buchhandlung Axel Lüders, Heußweg 33 · cohen + dobernigg Buchhandel, Sternstr. 4 · Comic-Laden-Kollektiv, Fruchtallee 130 · Jokers Buchhandlung, Bahrenfelder Str. 119 und Grindelallee 42 · sowie in den Buchhandlungen im Hauptbahnhof / Bahnhof Altona und Airport Hamburg.

Direktbestellung bei:

GegenStandpunkt Verlagsgesellschaft, Kirchenstraße 88, 81675 München
gegenstandpunkt@t-online.de
www.gegenstandpunkt.com

Veranstaltungstipp

Das Forum Gegenargumente empfiehlt eine Veranstaltung der AANO

Einladung zur Diskussion

In unserem Forum diskutieren wir, was unser kapitalistisches Gemeinwesen und seine demokratische Ordnung auf die Tagesordnung setzen. Wer mit den schönfärberischen Ideologien und verständisvollen Problematisierungen in Öffentlichkeit und Wissenschaft nicht zufrieden ist, sondern wirklich wissen will, worum es da geht, wie und zu welchem Zweck unsere gesellschaftlichen Verhältnisse eingerichtet sind, ist eingeladen zu unserem regelmäßigen Diskussionstermin.

Am Donnerstag, 10.3.2016, 18 Uhr setzen wir unsere Diskussion zum Thema “Gerechtigkeit – was ist das?” fort. Insbesondere die Stichwörter – Chancengerechtigkeit und soziale Gerechtigkeit – sollen Thema sein.

Es ist schon merkwürdig: Was für den einen gerecht, ist für den anderen ungerecht, und der Volksmund weiß, dass die Verwirklichung von Gerechtigkeit der Quadratur des Kreises gleichkommt: „Allen Menschen Recht getan, ist eine Kunst, die keiner kann.“
Alle wollen sie dasselbe, Gerechtigkeit, und doch liegen sie in einem unauflöslichen Streit darüber, worin der Inhalt der Gerechtigkeit besteht. Was macht Gerechtigkeit so flexibel, dass sie für alle, auch gegensätzliche Anliegen, als Legitimierung taugt? Und was macht sie so attraktiv, wenn doch alle nur im Streit darüber liegen, was gerecht sei? So viel sei vorweggenommen: Man sollte seine Energie nicht auf die Frage verschwenden, wie man zu einer Gerechtigkeit findet, die allen frommt. Gerechtigkeit selbst ist nämlich ein Fehler, ein äußerst schädlicher dazu, von dem man besser die Finger lässt.

Donnerstag, 10.März 2016, 18 Uhr · Universität Hamburg, Pferdestall/Soziologisches Institut, Allende Platz 1, Raum 108

Die weiteren Diskussionstermine in 2016 sind geplant für:

7. April
21. April