Monthly Archives: August 2017

Veranstaltungstipp

Das Forum Gegenargumente empfiehlt eine Veranstaltung des Kulturreferats des AStA der UHH

Lauter schlechte Gründe und ein herrschaftsdienliches Ergebnis:

Wählen ist verkehrt!

Vortrag und Diskussion
Referent: Margaret Wirth (Redaktion GEGENSTANDPUNKT)

Donnerstag, 14. September 2017, 19 Uhr · Universität Hamburg, Philosophenturm, Von-Melle-Park 6, Hörsaal C

Fürs Wählen gibt es viele Gründe, offenbar mindestens so viele wie Parteien, die gewählt werden wollen:

„Noch nie stand Deutschland so gut da wie heute. Dank Angela Merkel!“ sagt die CDU. Dafür soll man sie wählen. Weil sie die nationalen Reichtumsbilanzen produziert hat, an die man dabei denken soll? Oder weil die Kanzlerin ja schon so lange erfolgreich an der Macht ist? Oder weil es einfach nur schön ist, vom Erfolg einer Nation abhängig zu sein, die auch wirklich – nämlich gegen ihre Konkurrenten in Europa und weltweit – Erfolg hat?

„In Deutschland bekommen viele hart arbeitende Menschen nicht das, was ihnen zusteht!“ sagt die SPD. Dafür soll man sie wählen. Weil sie das jetzt ganz neu herausgefunden hat? Oder weil auch sie seit eh und je dafür verantwortlich ist? Oder weil die SPD wenigstens weiß, was wem – zumindest eigentlich – von dem Reichtum zustünde, von dem den meisten in der sozialen Marktwirtschaft der BRD noch nie etwas anderes zugekommen ist als ein Arbeitsleben im Dienst an diesem Reichtum? Continue reading

Das Forum Gegenargumente empfiehlt eine Veranstaltung der AANO

Einladung zur Diskussion

In unserem Forum diskutieren wir, was unser kapitalistisches Gemeinwesen und seine demokratische Ordnung auf die Tagesordnung setzen. Wer mit den schönfärberischen Ideologien und verständisvollen Problematisierungen in Öffentlichkeit und Wissenschaft nicht zufrieden ist, sondern wirklich wissen will, worum es da geht, wie und zu welchem Zweck unsere gesellschaftlichen Verhältnisse eingerichtet sind, ist eingeladen zu unserem regelmäßigen Diskussionstermin.

Wir setzen unsere Diskussion am Donnerstag, den 31. August um 18.00 Uhr fort.

Thema: Wie die Linke sich die rechten Wähler verständlich macht statt sie zu kritisieren

Viele wählen in Deutschland rechts, viele sind ehemals Wähler der Linken. Leitkommentatoren wiederholen genüsslich ihren Kalauer, dass Rechts und Links eh dasselbe, nämlich extrem sei, was allerdings gar nichts daran erklärt, warum das eine und nicht das andere gewählt wird. Die Linkspartei stellt sich diese Frage, einigermaßen bestürzt, denn Rechts ist für sie das Gegenteil davon, wofür Links steht: Solidarität mit Schwachen, gerade auch Flüchtlingen, Weltoffenheit…

Andere Linke erschlagen gleich die Frage mit ihrer Antwort: Die Wähler der AFD ‚sind’ einfach dieses Gegenteil von Links, Rechte eben. Aber auch dort, wo Linke der Frage nachgehen, wie es Zeitgenossen dazu bringen, rechte Wähler zu werden, machen ihre Antworten ratlos: ‚Materiell unzufrieden, sozial verunsichert, politisch orientierungslos’ seien diese Leute.

Wie bringen es solche ‚Orientierungslosen‘ denn dann zu der politischen Orientierung, rechte Parteien seien genau die rechten für sie? Und was wollen diese Linken gegen diese politische Willensbildung eigentlich einwenden?


Universität Hamburg, Institut für Wirtschaftswissenschaften
(WiWi-Bunker), Von-Melle-Park 5, Raum 2085