Kategorie-Archiv: GegenArgumente

Diskussionsveranstaltung des Forum Gegenargumente/AANO

„Gefahrengebiet Hamburg“ – „Hamburger gegen Gewalt“

Wie Protest demokratisch fertiggemacht wird

Mittwoch, 5. Februar 2014, 18.30 Uhr · Universität Hamburg, Allendeplatz 1 (Pferdestall), Raum R 107

1. Wenn eine Demonstration durch polizeilichen und richterlich bestätigten Beschluss auf Plätze und Routen festgelegt wird, an denen der Protest möglichst wenig die „öffentliche Ordnung“ stört, dann ist eines klar: Dem politischen Anliegen, das die Demonstranten möglichst wirksam unter die Menschen bringen wollen, ist die Spitze gebrochen. Weitab von den vorweihnachtlichen Menschenansammlungen und in einem polizeilich eingehegten Demonstrationsgebiet dürfen sie ihr „Recht auf freie Meinungsäußerung“ wahrnehmen, und müssen damit überwiegend sich selbst ihren Protest demonstrieren, für dessen öffentliche Verbreitung sie antreten. Weiterlesen

Forum GegenArgumente

Die Moral und ihre großen Werte – nichts wert!

Die Moral gilt als hohes Gut, das die Menschen im Unterschied zum Tierreich als Krone der Schöpfung adelt. Merkwürdigerweise ist sie aber nie recht vorhanden, weil die Welt eigentlich nur von gierigen Managern, korrupten Politikern, egoistischen Singles und faulen Arbeitslosen bevölkert ist. Nicht zu vergessen die unhöflichen Kinder, die nie grüßen. Die Welt ist also voller Lumpen.

Eine Ausnahme kennt freilich jeder: sich. Das ist nur eine der vielen selbstgerechten Dummheiten des moralischen Bewusstseins, das für jeden Schaden, den das kapitalistische Gemeinwesen seinen Insassen auflädt, ein und dieselbe falsche Erklärung parat hält: Das schlechte Benehmen der Menschen ist schuld, die sich einfach nicht an Moral und Anstand halten. Wären alle so tugendhaft wie man selbst, wäre die Welt in Ordnung und jeder hätte sein Auskommen.

Das Anspruchsdenken, sonst heftig im Volk bekämpft, wird auf dem Feld der moralischen Tugenden von Politikern, Wirtschaftskapitänen und Pastoren kräftig angestachelt. Anstand kann ein Mensch gar nicht genug haben! Für das politische Gemeinwesen stiftet die Moral offenbar einen erheblichen Nutzen. Für die Millionen kleiner Leute, die unter seine Räder kommen, taugt sie nichts.

Wir wollen nicht nur den Begriff der Moral diskutieren, sondern einmal die viel gepriesenen Tugenden höchstselbst auf den Prüfstand stellen. Was taugen eigentlich Fleiß, Sparsamkeit, Bescheidenheit, Ehrlichkeit, Altruismus und Höflichkeit? Soviel sei vorweggenommen: Die Kritik an so großen Werten wie Ehrlichkeit oder Altruismus ist kein Plädoyer für die Umkehrung, also für Unehrlichkeit oder Egoismus, sondern ein Einwand gegen den marktwirtschaftlichen und demokratischen Sumpf, auf dem das falsche moralische Bewusstsein gedeiht.

Mittwoch, 11. Dezember 2013, um 18:30 Uhr
R 107 Pferdestall Allende-Platz 1
Forum Gegenargumente Hamburg/ AANO

Flyer im PDF Format

Forum GegenArgumente

7 Thesen zum

 Grund der Flüchtlingsströme

Mittwoch, dem 20. November 2013 um 18:30 Uhr
Universität Hamburg, Pferdestall, Allende-Platz 1, Raum 107
Forum Gegenargumente Hamburg/ AANO

Europas Politiker berufen sich bei ihrem Ausbau der „Festung Europa“ rechtfertigend darauf, dass sonst eine „Lawine von Armutsflüchtlingen aus Schwarzafrika“ auf Europa zurollen würde. Sie pflegen das Bild einer Lage, mit deren Herstellung sie nichts zu tun haben und mit deren humanitärer Bewältigung sie überfordert seien. Das ist von vorn bis hinten gelogen:

Die „menschliche Katastrophe“ von Lampedusa

Wie die Politik mit Gewalt und Recht ein „Flüchtlingsproblem“ schafft –
und es dann mit Recht und Gewalt bekämpft

 

1. Anfang Oktober kommt es vor Lampedusa zur „humanitären Katastrophe“: Ein hoffnungslos überladenes Schiff voller Afrikaner kentert. Die Bilanz sind 300 Tote. Wie stets, wenn das alltägliche Ertrinken, Ver­hungern und Verdursten von „Flüchtlingen“ im Mittelmeer das gewohnte Maß übersteigt, ist eine politische Trauergemeinde hochrangiger Politiker zur Stelle, die ihr „Entsetzen“ vor den bereit stehenden Reportern ausbreitet und versichert, alles zu tun, was in ihrer Macht steht, damit so eine „Tragödie“ nicht mehr pas­sieren kann: „Das Mittelmeer darf kein Massengrab werden!“ heißt der mit viel humanem Impetus vorge­brachte Aufruf, mit dem Europas Politiker ein wenig darüber hinweg sehen, dass es das seit Jahren ist und mit dem forcierten Ausbau ihres Kontinents zu einer „Trutzburg“ gegen Flüchtlinge immer mehr dazu wird.

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Der Fall Syrien

Rote Linien, Chemiewaffen und UN-Diplomatie

US-Präsident Obama hat für den Einsatz von Chemiewaffen in Syrien eine „rote Linie“ gezogen. Für deren Überschreiten hat er ein unmittelbares Eingreifen der Supermacht angedroht.
Was bezweckt die Weltmacht damit?

Was unterscheidet die Chemiewaffen vom konventionellen Zerstörungsarsenal, das ja seit 2 Jahren ausgiebig zum Einsatz kommt?
Der angedrohte Militärschlag beansprucht ausdrücklich nicht die Entscheidung des syrischen Bürgerkriegs und den Sturz des „Regimes Assad“.
Wie kommt das und wie stehen die USA zum bisherigen Verlauf des Bürgerkriegs?

Mittlerweile ist dank russischer Vermittlung Syrien der UN-Chemiewaffenkonvention beigetreten. Es hat sich verpflichtet, seine Chemiewaffenbestände erst anzuzeigen und dann zu vernichten. Der Militärschlag der USA scheint aufgeschoben, wenn nicht aufgehoben. Die bis neulich beklagte Handlungsunfähigkeit der UN durch die „Blockade“ der Vetomächte Russland und China scheint beseitigt. Zufriedenheit kommt dennoch nicht auf.

Was ist da los?

Über diese Fragen wollen wir diskutieren am

Mittwoch, 25. September 2013 um 18:30 Uhr
R 104 Pferdestall Allende-Platz 1

Forum Gegenargumente Hamburg/ AANO

Flyer (PDF)

Bundestagswahl 2013

Wählen ist verkehrt

Mittwoch, 4. September 2013 um 18:30 Uhr
R 104 Pferdestall Allende-Platz 1 Forum Gegenargumente Hamburg/ AANO

FlyerWahl2013

Die Einkommen in der Klassengesellschaft

Warum verdient wer wie viel?

Mittwoch, 22. Mai 2013 um 18.30 Uhr
Raum 104, Pferdestall, Allende-Platz 1
Die Frage nach dem Einkommen ist in der Marktwirtschaft existentiell. Wie viel Geld ein Wirtschaftsbürger für wie viel Arbeitsaufwand heim trägt, entscheidet über sein Leben; darüber nämlich, ob ihm die Güter des täglichen Bedarfs sowie des Genusses in ausreichender Menge und Qualität zugänglich sind, und ob die für deren Beschaffung erforderliche Arbeit auch noch Lebenszeit und Lebenskraft für Genuss und die Entwicklung freier Interessen übrig lässt.

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Der Neupack-Streik: Eine Gewerkschaft lässt sich das 'Mitgestalten' nicht verbieten

– und was leistet die Durchsetzung ihres Vertretungsanspruchs für die Beschäftigten?

Ein für die bundesdeutsche Arbeitswelt eher ungewöhnlicher Fall sorgt seit einiger Zeit für Aufregung in Norddeutschland: Seit nun knapp 6 Monaten wird bei der Firma Neupack mehr oder minder intensiv gestreikt. Was ist da los? Neupack produziert mit ca. 200 Beschäftigten an 2 Standorten in Hamburg und Rotenburg Verpackungen. Miese Arbeitsbedingungen, Löhne weit unter dem Niveau des Flächentarifvertrags und eine Unternehmerfamilie, die beinhart auf ihrer alleinigen Hoheit über die Festlegung von für den Gewinn der Firma tauglichen Löhnen beharrt.

Mittwoch, 17. April 2013  um 18:30 Uhr

R 104 Pferdestall Allende-Platz 1                          

Forum Gegenargumente Hamburg/ AANO

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Habemus papam! Vom Bedürfnis der aufgeklärten Demokratie nach dem religiösen Wahn

Forum Gegenargumente Hamburg/ AANO

Da tritt der Oberpriester einer Religionsgemeinschaft ab, die glaubt, ein vor 2000 Jahren hingerichteter Wanderprediger sei ein Gott gewesen, der jetzt im Himmel sitzt und seine Anhänger bis auf den heutigen Tag begleitet und bewacht und stärkt. Nach dem alle Welt verblüffenden Rücktritt ihres alten Chefs – darf ein Stellvertreter Gottes einfach in Rente gehen? – wählen die Häuptlinge der Priesterschaft einen neuen. Das ist kein Wunder.

Mittwoch, 27. März 2013  um 18:30 Uhr

R 104 Pferdestall Allende-Platz 1    

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Diskussionstermin: Die amerikanische Immobilienkrise

war der Auslöser einer Finanzkrise, wie sie die Welt seit der Weltwirtschaftskrise Anfang der 30er Jahre nicht gesehen hat. Noch immer laboriert der Wieder-Aufschwung der US-Wirtschaft vor allem am schwachen Zustand dieses Sektors. Mit den Worten des Zentralbank-Chefs Bernanke:

„Nach jüngsten Schätzungen stehen etwa 1,75 Millionen Häuser leer und zum Verkauf… Darüber hinaus wird noch eine sehr große Zahl weiterer Häuser auf den Eigenheim-Markt kommen. In jedem der letzten Jahre sind grob 2 Millionen Einfamilienhäuser unter Zwangsvollstreckung gefallen; viele davon sind zum Verkauf angeboten und verdrängen weitgehend die Nachfrage nach Neubauten. Auch in Zukunft dürfte die relativ hohe Rate von Zwangsvollstreckungen (foreclosure) noch eine Weile anhalten, folglich weitere Häuser auf den Markt und Familien auf die Straße werfen und Gemeinden zerstören.“

So ist das eben im Kapitalismus: Mit der Selbstverständlichkeit eines „Naturgesetzes“ fliegt auf die Straße, wer seinen Hypotheken-Kredit nicht mehr bedienen kann. Dann campieren glatt Millionen Familien neben ihren geräumten Häusern, deren Leerstand auch noch Geld kostet. Was findet der Boss der Geld- und Kreditversorgung daran ärgerlich: Dann kommt das Geschäft mit dem Wohnbedürfnis der Amerikaner nämlich nicht wieder auf die Beine; dann werden keine neuen Häuser gebaut, kommt die Bauwirtschaft nicht in die Gänge, werden keine Kredite vergeben usw. Daraus lässt sich Folgendes entnehmen:

1. Das gesellschaftliche Grundbedürfnis nach einem Dach über dem Kopf ist so grundsätzlich einge-spannt für das Geschäft von Wohnungsbaugesellschaften und Hypothekenbanken, dass es glatt scheitert, wenn es deren Bedarf an Geldvermehrung nicht mehr bedient.

2. Der Eigenheim-Markt ist offenbar so erfolgreich für die Ausdehnung aller Geldgeschäfte mit ihm benutzt worden, dass die Weltfinanzkrise durch seinen Zusammenbruch ausgelöst wurde.

3. Die „Lehre“, die die verantwortlichen Lenker der US-Wirtschaft daraus ziehen, ist, dass genau dieses Geschäft mit dem Wohnbedürfnis von Leuten, die für den Kauf von Häusern auf Immobilien-Kredite angewiesen sind, wieder losgehen muss, um das Sorgeobjekt Aufschwung der US-Wirtschaft zu kurieren. Darauf richten sich dann alle Anstrengungen der Notenbanker.

Wie dieses Geschäft funktioniert; wie die Besicherung von Immobilienkrediten den Stoff für Kapitalmarktgeschäfte liefert, an denen Finanzkapitalisten der ganzen Welt teilhaben wollen; wie daraus am Ende glatt eine Weltfinanzkrise wird, das wollen wir klären.

Lesetipp: ,,Aufstieg und Fall des Hypothekenkredits“ aus Gegenstandpunkt 4/12

Diskussionstermin am Mittwoch, dem 30.01.13 um 18:30 im Pferdestall.