Kategorie-Archiv: Eurokrise

Finanzkrise

Hier gibt es eine Zusammenfassung älterer Artikel zur Finanzkrise.

Peter Decker: Krisenkonkurrenz

Mitschnitt der Veranstaltung vom 7.12.2011 in Hamburg im MP3 Format.
Die Tonqualität der Aufnahme ist leider mäßig.
Krisenkonkurrenz Hamburg Peter Decker 2011 – Teil 1 (20MB)
Krisenkonkurrenz Hamburg Peter Decker 2011 – Teil 2 (25MB)

Professionelle Zyniker

Unter dem Motto »Gegen Ausbeutung und Verarmung« mobilisieren die beiden linken Gewerkschaften CGTP und UGT gegen die Regierung von Pedro Passos Coelho und das von der »Troika« aus EU-Kommission, Europäischer Zentralbank und Internationalem Währungsfonds auferlegte Sparregime, das für die Bevölkerung bitterste Konsequenzen hat. Die deutsche Kanzlerin spendet der kompromißlosen Durchsetzung der Kürzungen dagegen ausdrücklich Beifall: Sie sieht Portugal »auf einem guten Weg«.
Dieser »gute Weg« führt das portugiesische Volk in bittere Armut. Seit das Land dem rigiden Sparprogramm unterworfen ist, das ihm als »Gegenleistung« für den »Rettungsschirm« über 78 Milliarden Euro auferlegt wurde, hat die Bevölkerung eine Senkung ihres Lebensstandards hinnehmen müssen. Offizielle Statistiken weisen Einkommensverluste von durchschnittlich 20 Prozent aus. Das ist ein weiterer Einschnitt in ein Lohnniveau, das ohnehin zu einem der niedrigsten in der gesamten EU zählt.
Artikel  auf junge welt vom 23.11.2011

Lehren aus der Schuldenkrise 2011 Teil 4

Die Regierungen argumentieren nicht für den Euro, sondern mit dem Euro: Der Euro muss gerettet werden; die Maßnahmen dafür sind alternativlos.  Also – also? – hat das Volk zur Euro-Rettung alle von oben verordneten Härten zu schlucken!
[…] „Die Maßnahmen der Regierung sind alternativlos!“

Die Botschaft ist klar: Niemand soll angesichts der rigiden Sparmaßnahmen mit Gesuchen auf Milde oder Rücksichtnahme bei Rentnern oder sozial Schwachen antreten. Denn es gibt sie nicht, die alternative Vorgehensweise, für die mancher Verbandsvertreter oder linker Sozialpolitiker werben mag. Nicht das bessere Argument reklamiert die Regierung für ihr Vorgehen, mit dem sie Alternativen als schlecht begründete abweist, sie bestreitet schlichtweg deren Existenz. Und damit ist jeder Einspruch argumentlos zur Ohnmacht verurteilt. Das Regierungshandeln vollstreckt einen Sachzwang, der gar keine Wahl lässt. So soll es die Menschheit auffassen.

Das sollten die so angesprochenen Völker einmal beim Wort nehmen. Die Genesung der Sorte Wirtschaft, die ihnen als unabweisliches Lebensmittel vorgesetzt wird, ist nur durch eine durchgreifende Verschlechterung ihrer Lebenslage zu haben, und das nicht nur vorübergehend, sondern so dauerhaft wie die Kürzungsorgien bei Renten, Gesundheit und anderen Bereichen angelegt sind. Nicht aus bösem Willen, sondern weil das Sachgesetz unseres Wirtschaftens so etwas verlangt. Das wäre doch einmal als vernichtendes Urteil über dieses wirtschaftliche System ernst zu nehmen. Genommen werden soll es aber als Ausweis für die Notwendigkeit der Einschnitte.

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GegenArgumente 11/2011 erschienen

Themen:

  • Mehr Schulden für die Rettung des Euro
  • Freerk Huisken: Was ist „brauner Terror“ und wie kommt es dazu?
  • Nachrichten aus der Marktwirtschaft „Deutsche im Kaufrausch“

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Mehr Schulden für die Rettung des Euro

Wir empfehlen eine Veranstaltung der AANO:

Ökonomischer Widerspruch und imperialistischer Sinn einer schon
wieder„alternativlosen“ Ausweitung der Staatsschuld

Mehr Schulden für die Rettung des Euro


Vortrag & Diskussion
Referent: Dr. Peter Decker (Redaktion GEGENSTANDPUNKT)

Mittwoch, 7. Dezember 201 1 , 1 9 Uhr
Universität Hamburg,
Hörsaal des Fachbereichs Erziehungswissenschaften (PI),
Von-Melle-Park 8