Kategorie-Archiv: Imperialismus

Krieg in Syrien

Ein Fall von „leading from behind“ der USA

Mittwoch, 7. November 2012 um 18:30 Uhr

R 104 Pferdestall Allende-Platz 1
Forum Gegenargumente Hamburg/ AANO

„Syrien ist nicht Libyen, die USA reagieren nicht in jedem Fall gleich“, so der damalige Verteidigungsminister Gates zu Beginn der Syrien-„Krise“. Eine Stellungnahme, die hiesige Kommentatoren gerne als Zurückhaltung verbuchen. Unterhalb eines überlegen asymmetrisch geführten Krieges können sie sich das Wirken der Weltmacht Nr.1 offenbar nicht vorstellen. In regelmäßigen Abständen erscheinen Leitartikel, die nach einem blutigen Gemetzel auf syrischem Boden nach mehr, also kriegerischem Engagement des Westens verlangen.

Krieg in Syrien

Der globale Führungsanspruch der USA

Der globale Führungsanspruch der USA

Mittwoch, 19. und Mittwoch, 26. September 2012

 18:30 Uhr R 104 Pferdestall Allende-Platz 1

 Forum Gegenargumente Hamburg/ AANO

„The renewal of american leadership can be felt across the globe”- befindet der US Präsident in seiner Rede zur Lage der Nation von Januar 2012. Der Führer der „letzten verbliebenen Weltmacht“ äußert so den Ordnungsanspruch Amerikas über den Rest der Welt, der nach seinem Dafürhalten gelitten hat und durch seine Initiative gerade weltweit wieder hergestellt wird. Damit gibt er weder eine unmaßgebliche Meinung noch eine pure Anmaßung oder – wie manche meinen – heiße Luft von sich. Denn zu jedem Konflikt auf der Welt stellen sich die USA als „Fall“ ihrer Zuständigkeit, der – von Syrien über Iran nach Afghanistan … – amerikanische Interessen tangiert und mithin ihre entschiedne Führung bei der Regelung der Affären herausfordert. Das ist der selbstverständliche Maßstab amerikanischer Machtentfaltung, wenn z.B. der Kandidat Mitt Romney Obamas „leading from behind“ als Schwächung Amerikas geißelt.

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Freerk Huisken: Deutscher Großdichter als Weltgewissen – national abgewatscht

G..Grass hat in dem Gedicht, das seit Tagen für Wirbel sorgt,  darauf verwiesen, dass die Atommacht Israel den „ohnehin brüchigen Weltfrieden“ mit der Androhung eines atomaren Erstschlags gegen den Iran gefährdet. Zugleich greift er die deutsche Regierung an, die sich mit der Billigung von U-Boot-Verkäufen an Israel zum „Zulieferer eines Verbrechens“ machen könnte. „Internationale Instanzen“ fordert er abschließend auf, die Atomanlagen bzw. atomaren Potentiale beider Staaten einer permanenten Kontrolle zu unterziehen.

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Die Rückeroberung des pazifischen Raumes

Ein Projekt der USA zur ökonomischen Nutzung und militärischen Einhegung des Rivalen China

In einem Beitrag für Foreign Policy sieht US-Außenministerin H. Clinton »das pazifische Jahrhundert der Vereinigten Staaten« anbrechen. Die Überschrift ist Programm. Der APEC-Gipfel im Herbst 2011, auf dem sich die halbe Obama-Regierung ein Stelldichein gab, manifestierte den Willen der USA, die Pazifikregion zum zentralen Schauplatz ihrer globalen Politik zu machen. Allen ist – anders als wenn etwa Spanien oder Portugal ihr »lateinamerikanisches Jahrhundert« ausrufen würden – selbstverständlich und sofort klar: Hier meldet sich kein beliebiger »Mitspieler« mit diesem oder jenem Interesse an, sondern die Weltmacht USA. Wenn sie aufbricht und ihre »Rückkehr« in den Raum Asien-Pazifik vermeldet, so als fänden die USA als zukünftiges Wirkungsfeld Neuland vor, dann ergeht damit eine Zuständigkeitserklärung, an der die staatlichen Anrainer dieser Weltgegend nicht vorbei kommen können.

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