Monatsarchiv: Januar 2017

Veranstaltungstipp

Das Forum Gegenargumente empfiehlt eine Veranstaltung der AANO

Merkels Politik mit Flüchtlingen

Humanistische Willkommenskultur als globale Interventionspolitik:
Der Türkei-Vertrag und die „Fluchtursachenbekämpfung“ in Afrika

Vortrag und Diskussion
Referent: Prof. Freerk Huisken (Redaktion GEGENSTANDPUNKT)

Donnerstag, 9. Februar 2017, 19 Uhr · Universität Hamburg, Philosophenturm, Von-Melle-Park 6, Hörsaal D

Nicht nur den Vertrag der EU mit der Türkei zur Flüchtlingspolitik, sondern auch die jüngeren Frontex-Beschlüsse kritisieren die frisch gewonnenen Anhänger der „Willkommenskultur“ vom vorletzten Herbst als ein „Zurückrudern“: Merkel habe sich wieder auf den Standpunkt des „Abschottens“ der europäischen Außengrenzen zurückgezogen und damit denjenigen Staaten Recht gegeben, die ihre innereuropäischen Grenzen gegen Flüchtlinge abdichten – so die Freunde von „refugees welcome“. Umgekehrt applaudieren Rechte und Rechtsradikale – wenngleich erst zaghaft: Es werde ja auch Zeit, dass Merkel die Flüchtlingswelle stoppt und der „Willkommenskultur“, die zur „Umvolkung“ der Deutschen führt, ein Ende bereitet. Weiterlesen

Veranstaltungstipp

Vortrag und Diskussion

Der Kampf der Linken gegen Rechts

Wie die Linke sich die rechten Wähler verständlich macht statt sie zu kritisieren

Teil 2 der Veranstaltung vom 25. Januar

Mittwoch, 1. Februar 2017, 19 Uhr · Centro Sociale, Sternstraße 2, 20357 Hamburg

Dass der Linkspartei bei den Landtagswahlen im Osten viele ‚ihrer‘ linken Wähler zu den Rechten übergelaufen sind, hat ihr zu denken gegeben: Stehen ihre Werte und Ziele nicht für das gerade Gegenteil von Nationalismus und rechter Ausländerhetze; für internationale Solidarität mit Armen und Schwachen, Weltoffenheit und Aufklärung? Seitdem erklärt sich die Partei, wie es zu dem radikalen Umschlag politischer Orientierungen hat kommen können und wie sie diese, immer noch ‚ihre‘ Wähler wieder einfangen kann. Ihre ebenso verständnisvollen wie verständnislosen Erklärungen, wie soziale Beschwernisse und radikales nationalistisches Beschwerdewesen zusammenhängen, geben allerdings einige Auskunft darüber, warum für Wähler der Linkspartei die rechte Opposition ein Angebot sein kann.

– Der Co-Vorsitzende Riexinger besichtigt einen Nährboden
– Frau Wagenknecht hat Verständnis für die nationalistischen Übergänge, die sie bekämpft
– Ramelow hat das beste Argument gegen Ausländerhass: Wir brauchen die!
– Wagenknecht weiß für den starken Staat einen guten Zweck
Ankündigungsflugblatt zum Herunterladen und Ausdrucken HIER.

Veranstaltungstipp

Das Forum Gegenargumente empfiehlt eine Veranstaltung der AANO

Einladung zur Diskussion

In unserem Forum diskutieren wir, was unser kapitalistisches Gemeinwesen und seine demokratische Ordnung auf die Tagesordnung setzen. Wer mit den schönfärberischen Ideologien und verständisvollen Problematisierungen in Öffentlichkeit und Wissenschaft nicht zufrieden ist, sondern wirklich wissen will, worum es da geht, wie und zu welchem Zweck unsere gesellschaftlichen Verhältnisse eingerichtet sind, ist eingeladen zu unserem regelmäßigen Diskussionstermin.
Am 26. Januar um 18:00 Uhr diskutieren wir das Kapitel „Deutsche Arbeitsplätze“ aus dem Artikel “MERKELS LAND”
Erschienen in GEGENSTANDPUNKT 3-16 (auf der Verlagsseite im html-Format verfügbar). Weiterlesen

Veranstaltungstipp

Vortrag und Diskussion

Der Rechtsruck in Deutschland…

Mittwoch, 25. Januar 2017, 19 Uhr · Centro Sociale, Sternstraße 2, 20357 Hamburg

„Wir sind das Volk!“ – Dieser Ruf gilt seit zweieinhalb Jahrzehnten als größte anzunehmende Aufmüpfigkeit und Anspruchshaltung eines Volkes gegenüber seiner Herrschaft, ohne die es peinlicherweise noch nicht einmal wüsste, wem es diese Tatsache mitteilen sollte. Woher kommt das?
„Wir sind das Volk!“ – In diesem empörten Aufschrei darf jede Unzufriedenheit mit jeder der beschissenen sozialen Lagen mitgedacht werden, von denen das Volk so viele – und in Krisenzeiten immer mehr – auszuhalten hat, und gleichzeitig wird keine einzige davon in dieser Parole benannt. Wie geht das?
„Wir sind das Volk!“ – Diese stolze Selbstbezichtigung zielt so selbstverständlich, dass es nicht einmal dazu gesagt werden muss, vor allem darauf ab klarzustellen, dass andere nicht zu diesem feinen Kollektiv gehören. Dass denen also diejenigen Privilegien zu entziehen sind, von denen die Rufer aus irgendeinem Grunde der Meinung sind, sie seien mit der Zugehörigkeit zum Volk – zumindest eigentlich – verbunden. Wie kommen sie darauf? Weiterlesen

Veranstaltungstipp

Das Forum Gegenargumente empfiehlt eine Veranstaltung der AANO

Einladung zur Diskussion

In unserem Forum diskutieren wir, was unser kapitalistisches Gemeinwesen und seine demokratische Ordnung auf die Tagesordnung setzen. Wer mit den schönfärberischen Ideologien und verständisvollen Problematisierungen in Öffentlichkeit und Wissenschaft nicht zufrieden ist, sondern wirklich wissen will, worum es da geht, wie und zu welchem Zweck unsere gesellschaftlichen Verhältnisse eingerichtet sind, ist eingeladen zu unserem regelmäßigen Diskussionstermin.
Am 12. Januar diskutieren wir Teile aus dem Artikel „MERKELS LAND“ (Kapitel  I u. II)
Erschienen in GEGENSTANDPUNKT 3-16 (auf der Verlagsseite im html-Format verfügbar).
„Vor einem Jahr hat die Kanzlerin ein Kriterium für die moralische Güte ‚ihrer‘ Nation in Umlauf gebracht: den Umgang mit Flüchtlingsmassen. Im Positiven wie im Negativen hat sich die Nation dieses Kriterium zu eigen gemacht: Befürworter der Republik sind stolz auf die neue Weltoffenheit des Landes und auf die Bemühungen, die willkommen geheißenen Flüchtlinge zu verstauen: „Wir schaffen das!“ Alle Kritik an Merkels Linie beklagt, dass dieses Projekt unsere Arbeits- und Wohnungsmärkte überstrapaziere, die Integrationskraft von Land und Bevölkerung überfordere; oder entdeckt in der Flüchtlingspolitik sogar den Verrat am Volk durch ein falsches, unnationales „Gutmenschentum“. In einem sind sich alle einig: Ausgerechnet an der peripheren Frage der Verdauung des Flüchtlingsstroms soll sich entscheiden, was von dieser Republik zu halten sei?
Dagegen empfiehlt sich ein nüchterner Blick auf die deutsche Klassengesellschaft, die die Kanzlerin als „ihr Land“ schätzt und die ihr Volk als Heimat so gut findet, dass die eine Hälfte den Flüchtlingen wünscht und die andere ihnen nicht gönnt, in sie integriert zu werden … “
Ort: Universität Hamburg, Pferdestall/Soziologisches Institut, Allende Platz 1, Raum 109
Die weiteren Termine in 2017 werden in den nächsten Tagen bekannt gegeben.