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Der globale Führungsanspruch der USA

Der globale Führungsanspruch der USA

Mittwoch, 19. und Mittwoch, 26. September 2012

 18:30 Uhr R 104 Pferdestall Allende-Platz 1

 Forum Gegenargumente Hamburg/ AANO

„The renewal of american leadership can be felt across the globe”- befindet der US Präsident in seiner Rede zur Lage der Nation von Januar 2012. Der Führer der „letzten verbliebenen Weltmacht“ äußert so den Ordnungsanspruch Amerikas über den Rest der Welt, der nach seinem Dafürhalten gelitten hat und durch seine Initiative gerade weltweit wieder hergestellt wird. Damit gibt er weder eine unmaßgebliche Meinung noch eine pure Anmaßung oder – wie manche meinen – heiße Luft von sich. Denn zu jedem Konflikt auf der Welt stellen sich die USA als „Fall“ ihrer Zuständigkeit, der – von Syrien über Iran nach Afghanistan … – amerikanische Interessen tangiert und mithin ihre entschiedne Führung bei der Regelung der Affären herausfordert. Das ist der selbstverständliche Maßstab amerikanischer Machtentfaltung, wenn z.B. der Kandidat Mitt Romney Obamas „leading from behind“ als Schwächung Amerikas geißelt.

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Jour Fixe: Das "pazifische Jahrhundert der USA" – Fortsetzung

Dienstag, 17. April 2012, 19.30 Uhr
Werkhof, Gaußstr. 25/Ecke Nernstweg

Fortsetzung der Diskussion vom 20. März (Diskussionsgrundlage ist der Artikel „Die USA erneuern ihren globalen Führungsanspruch“ in: Gegenstandpunkt 1-12)

Die Rückeroberung des pazifischen Raumes

Ein Projekt der USA zur ökonomischen Nutzung und militärischen Einhegung des Rivalen China

In einem Beitrag für Foreign Policy sieht US-Außenministerin H. Clinton »das pazifische Jahrhundert der Vereinigten Staaten« anbrechen. Die Überschrift ist Programm. Der APEC-Gipfel im Herbst 2011, auf dem sich die halbe Obama-Regierung ein Stelldichein gab, manifestierte den Willen der USA, die Pazifikregion zum zentralen Schauplatz ihrer globalen Politik zu machen. Allen ist – anders als wenn etwa Spanien oder Portugal ihr »lateinamerikanisches Jahrhundert« ausrufen würden – selbstverständlich und sofort klar: Hier meldet sich kein beliebiger »Mitspieler« mit diesem oder jenem Interesse an, sondern die Weltmacht USA. Wenn sie aufbricht und ihre »Rückkehr« in den Raum Asien-Pazifik vermeldet, so als fänden die USA als zukünftiges Wirkungsfeld Neuland vor, dann ergeht damit eine Zuständigkeitserklärung, an der die staatlichen Anrainer dieser Weltgegend nicht vorbei kommen können.

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