Schlagwort-Archiv: Freerk Huisken

Freerk Huisken: Deutscher Großdichter als Weltgewissen – national abgewatscht

G..Grass hat in dem Gedicht, das seit Tagen für Wirbel sorgt,  darauf verwiesen, dass die Atommacht Israel den „ohnehin brüchigen Weltfrieden“ mit der Androhung eines atomaren Erstschlags gegen den Iran gefährdet. Zugleich greift er die deutsche Regierung an, die sich mit der Billigung von U-Boot-Verkäufen an Israel zum „Zulieferer eines Verbrechens“ machen könnte. „Internationale Instanzen“ fordert er abschließend auf, die Atomanlagen bzw. atomaren Potentiale beider Staaten einer permanenten Kontrolle zu unterziehen.

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»Erwünscht ist mehr Effektivität der Gesinnungskontrolleure«

Gespräch mit Freerk Huisken. Über mordende Neonazis, demokratischen Volksnationalismus sowie die Haltung von Politik und Antifagruppen zu beidem.
Artikel in junge Welt 10. März 2012

"Wir brauchen Wachstum"

Schrumpfende Industrie
China droht als Weltenretter auszufallen (spiegel.de)

Wachstumsstillstand gilt schon als eine mittlere Katastrophe, sinkende Wachstumsraten sind endgültig der Gau für eine Nationalökonomie. Darin sind sich die Wirtschaftspolitiker heute ebenso einig wie in ihremCredo: Das Wachstum muss wieder angestoßen werden! Damit die Raten wieder nach oben gehen! Komme was da wolle! ‚Wirtschaftswachstum’, das ist der Erfolgsmaßstab allen Wirtschaftens.
Offensichtlich gilt hierzulande der Irrsinn, dass die Wirtschaft nicht produziert, was gebraucht wird, sondern dass sie immer mehr „Erträge“ zu bringen hat alsim Vorjahr. Alles, was übers Jahr gearbeitet, hergestellt und verkauft wird, verfehlt sein eigentliches Ziel, wenn“die wirtschaftliche Aktivität“ dabei nicht steigt. Dabei kann und muss auch niemand so recht sagen, was eigentlich fehlt und was immer mehr werden sollte.

Freerk Huisken: Was ist „brauner Terror“und wie kommt es dazu?

1.
„Brau­ner Ter­ror“, heißt es, liegt dann vor, wenn deut­sche Rechts­ex­tre­mis­ten aus dem Un­ter­grund her­aus über mehr als ein Jahr­zehnt lang in ihrem fa­na­ti­schen Aus­län­der­hass tür­ki­sche Dö­ner­bu­den-​ oder Ki­osk­be­sit­zer ge­zielt töten und wie­der ab­tau­chen, ohne in Be­ken­ner­schrei­ben extra dar­auf hin­zu­wei­sen, dass für sie jeder in Deutsch­land le­ben­de Türke oder Grie­che einer zu viel ist. Von Ter­ror, zumal von „brau­nem Ter­ror“ kann des­halb da nicht die Rede sein, wo im Zuge de­mo­kra­tisch le­ga­li­sier­ter Aus­län­der­po­li­tik um Eu­ro­pa eine „Mauer“ ge­zo­gen wird, die den Zuzug von un­er­wünsch­ten Aus­län­dern ver­hin­dern soll und an der jähr­lich Hun­der­te von Aus­län­dern jäm­mer­lich ver­re­cken – zu Lande, aber vor allem im Was­ser des Mit­tel­meers. Auch dort kann von „brau­nem Ter­ror“ nicht die Rede sein, wo Men­schen mit frem­der Staats­zu­ge­hö­rig­keit auf der Grund­la­ge des Aus­län­der­ge­set­zes hier­zu­lan­de das Leben so schwer ge­macht wird, dass sie ent­we­der frei­wil­lig wie­der in jene Re­gio­nen zu­rück­keh­ren, in denen sie um ihr Leben fürch­ten muss­ten, oder sich hier um­brin­gen. Schließ­lich fällt es nicht unter „brau­nen Ter­ror“, wenn Men­schen, die sich hier il­le­gal auf­hal­ten, erst in Aus­län­der­ba­ra­cken kon­zen­triert, dann in Ab­schie­be­ge­fäng­nis­se über­führt und schließ­lich ge­fes­selt per Flie­ger wie­der dort­hin zu­rück ver­frach­tet wer­den, wo sie ihres Le­bens nicht si­cher waren. Es han­delt sich in die­sen Fäl­len des­we­gen nicht um „brau­nen Ter­ror“, weil all diese, rück­sichts­los ge­gen­über Leib und Leben von Aus­län­dern durch­ge­führ­ten Maß­nah­men ers­tens nicht von fa­na­ti­schem Aus­län­der­hass, son­dern von po­li­tisch kal­ku­lier­ter Aus­län­der­feind­schaft der De­mo­kra­ten zeu­gen, weil sie zwei­tens nach Recht und Ge­setz ver­fügt wer­den, weil sie drit­tens nicht aus dem Un­ter­grund, son­dern in aller Öf­fent­lich­keit im po­li­zei­li­chen Ober­grund pas­sie­ren und weil sie vier­tens re­gel­mä­ßig mit „Be­ken­ner­schrei­ben“ ver­se­hen sind, die sich in allen deut­schen Ta­ges­zei­tun­gen als In­for­ma­tio­nen der In­nen­mi­nis­ter über neue Maß­nah­men zum Schutz der Hei­mat vor il­le­ga­len Aus­län­dern und als Sta­tis­ti­ken über deren er­folg­rei­che Durch­set­zung lesen las­sen. Weiterlesen