Deutschlands Kriegsbereitschaft kommt voran – warum und wozu?
Diskussionsveranstaltung
Donnerstag, 21.05.2026 – 19:00 im Centro Sociale – Sternstraße 2 – 20357 Hamburg
Vor vier Jahren sind „wir in einer anderen Welt aufgewacht“ (Baerbock). Das verlogene Erschrecken von damals ist umgehend dem Entschluss Deutschlands gewichen, mit Massen an Waffen und Geld das Blutvergießen auf dem ukrainischen Schlachtfeld zu fördern, bis Russland die Waffen streckt. Für den Frieden brauchen Merz und seine Mitstreiter den Krieg, so lange wie nötig eben, bis ihr Stellvertreter vor Ort, völlig schnuppe, was es Land und Leute kostet, ihre Rechnung beglichen hat.
Diese Rechnung beschränkt sich nicht darauf, die gewaltsame Intervention Russlands zu dessen Katastrophe zu machen. Die muss dauerhaft sein, weshalb es den demokratischen Bellizisten in Berlin nicht schnell genug mit der Um- und Einstellung der Nation auf Kriegsbereitschaft gehen kann. Das läuft auf vollen Touren, und die strategischen Ziele sagen sie frei heraus: Deutschland muss Europas stärkste konventionelle Kriegsmacht werden, damit über Europa der Frieden herrscht, mit dem sich Merz und Pistorius allenfalls anfreunden können: Die atomare Weltmacht im Osten darf nie wieder gegen das Europa einschreiten können, zu dem sich die EU unter deutschem Antrieb bis an die russische Ostgrenze ausgedehnt hat.
Nicht nur als Wirtschaftsblock, in den die osteuropäischen Neulinge mit der politischen Radikalität kapitalistischer Macht eingegliedert wurden. Das westliche Kriegsbündnis NATO hat mächtig an Zuwachs gewonnen, und die Revision des russischen Einbruchs in die „europäische Friedensordnung“ zu einer Sache „des Westens“ gemacht. Mit diesem gemeinsamen Kriegswillen ist es seit Trump vorbei. Vor allem weil der die „atomare Rückendeckung“ der USA, Kernstück für Deutschlands eskalierenden Militarismus, in Frage stellt. Das bremst die deutsche Regierung mitnichten, spornt sie vielmehr an, alles auf die Kriegsfähigkeit eines von Deutschland geführten einigen Europas zu setzen, das selbstständig in der Lage ist, Russland auf den ihm angesagten Platz zu verweisen.
Wie man sieht: Deutschland kennt ganz viele Notwendigkeiten, warum „wir“ kriegsbereit sein müssen. Und die sollen sich aus den dummdreisten Feindbildern ergeben, die Politiker und ihre öffentlichen Assistenten gebetsmühlenartig liefern? Wer sich fragt, was die wirklichen Gründe der militaristischen Feindschaft Deutschlands sind, für den haben wir ein Diskussionsangebot.
