Einwände gegen die Politik des Blockupy-Bündnisses

Widerstand gegen Verarmung – für einen sozialeren und demokratischeren Kapitalismus?

Europa spart – am Lebensunterhalt seiner Bürger. Die demokratischen europäischen Regierungen machen das Leben ihrer Völker dafür haftbar, dass ihre Wirtschaft zu wenig wächst und die Kreditwürdigkeit ihrer Nation dahin ist. Deswegen haben die verantwortlichen Staatsführer ihren Bürgern ein gewaltiges soziales Abbruchprogramm verordnet.

Betroffene melden sich zu Wort und protestieren. Dass sie das tun, ist überfällig. Nur wie! weiterlesen

Das Atomprogramm der Islamischen Republik Iran

Öffentlicher Diskussionstermin

Ein weiterer Fall für die Erneuerung amerikanischer Führungsmacht – Krieg eingeschlossen

Dienstag, 22. Mai, 19.30 Uhr, Werkhof, Gaußstraße 25 (Ecke Nernstweg)

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Zur Rettung ihres Staates ist für die KP Kubas der Sozialismus gestorben

Wir empfehlen eine Veranstaltung der AANO

Patria o muerte?

Vortrag & Diskussion
Referent: Dr. Herbert Ludwig Fertl (Redaktion GEGENSTANDPUNKT)

Dienstag, 12. Juni 2012, 19 Uhr
Universität Hamburg,Von-Melle-Park 6, Philosophenturm Hörsaal D

Den Ankündigungstext als PDF hier herunterladen.

GegenArgumente 06/12 erschienen

Die neue Ausgabe der GegenArgumente ist gerade erschienen.
GegenArgumente 06/12 (PDF)

Die verkehrten Forderungen des DGB

„Gute Arbeit für Europa“ – statt für Geld? „Gerechte Löhne“ – statt hohe? „Soziale Sicherheit“ – für die prekären Existenzen, die wohl immer dazu gehören?

Als Antwort auf die „soziale Krise“ in Europa hat der DGB für den 1. Mai 2012 eine knackige Forderung aufgelegt: „Gute Arbeit für Europa“schaffen, in Einheitsfront mit Arbeitgebern und Staat, als Antwort darauf, dass „Spekulanten die Weltwirtschaft beinahe in den Abgrund gestürzt haben“. Das halten wir für dreifach verkehrt.

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Die nächsten Termine

Di, 22. Mai: Das iranische Atomprogramm und seine Gegner.

Werkhof, Gaußstraße 25 (Ecke Nernstweg), jeweils dienstags, 19.30 Uhr

Do, 24.5.: Die skandalösen Leistungen der Massenpresse: eine Woche BILD-Zeitung

Achtung! Der Termin findet Donnerstag statt!

Mi, 6.6.: Die Piraten – noch eine Heimat für unzufriedene Wähler

Ort: Universität Hamburg, Allende-Platz 1, Pferdestall, R 104, Zeit: jeweils 18.30 Uhr

Arbeitskreis „Kritik der Politischen Ökonomie“

Marx: DAS KAPITAL – Band 1

Im Gefolge der großen Finanzkrise ist das KAPITAL von Marx wieder einmal entstaubt worden. Wie immer, wenn die gebildete Öffentlichkeit den alten Denker modern aufbereitet, bleibt von seinen Aussagen zur Sache kaum etwas übrig. Denn die Sichtung seines Hauptwerks geht konsequent entlang der Fragestellung, was sich darin als Beitrag zu den aktuellen Problemen & Lösungen finden lässt, in die der marktwirtschaftliche Verstand die kleinen und großen Katastrophen des Kapitalismus überführt. Mit dem praktischen Denken, das auf die Bewältigung von Umständen aus ist, die als gegeben anerkannt werden, hatte Marx allerdings überhaupt nichts im Sinn, im Gegenteil: Seine „Kritik der Politischen Ökonomie“ des Kapitalismus setzt gerade da an, wo alle Welt es für die normalste Sache hält und danach handelt, dass der gesellschaftliche Reichtum die Form von Waren annimmt. Das mag wie selbstverständlich erscheinen, weil jeder im Alltagsleben kauft und verkauft, also mit seinen Bedürfnissen immerzu so umgeht, wie es in der modernen Marktwirtschaft geregelt ist: zahlungsfähig muss man schon sein und zwar ausreichend zahlungsfähig, um an der „ungeheuren Warensammlung“ nicht bloß ideell teilzuhaben : Die einzelne Ware hat ihren Preis und der ist in Geld zu entrichten. Also muss man Geld verdienen…mithin die ganze Reihenfolge von „Sachzwängen“ abarbeiten, die jedem irgendwie aus seinem kapitalistischen Leben geläufig sind.

Dass der Alltag des modernen Kapitalismus so organisiert ist und von den Menschen so nachgelebt wird – das ist einerseits ein handfester Tatbestand, der in Sprüchen wie „Geld regiert die Welt“ auf abgeklärte Weise bestätigt wird. Andererseits ist die Macht des Geldes nicht dadurch aus der Welt, dass es in der Bewältigung des kapitalistischen Alltags allseits wie ein nützliche Mittel gesehen und behandelt wird, mit dem man es selbst in der Hand hat, sein Leben zu „gestalten“ – so als wären Ware, Preis und Geld dann doch bloß sinnreiche Einrichtungen für ein allgemeines Wohlergehen. Diesen ständig praktizierten und reproduzierten Widerspruch hat Marx nicht einfach auf sich beruhen lassen. Er ist der absurden „Vernunft“ einer Produktionsweise auf den Grund gegangen, in der die ökonomischen Beziehungen der Menschen die dingliche Gestalt von Ware und Geld annehmen und als diese über die gesellschaftlichen Produzenten und Konsumenten Herrschaft ausüben. An der Ware hat er entdeckt, dass mit ihr der Kapitalismus anfängt – dessen Analyse beginnt er deshalb mit dieser elementaren Form des kapitalistischen Reichtums und des in ihr verkörperten grundlegenden Gegensatzes von Gebrauchswert und Tauschwert: Alle Produkte im Kapitalismus haben ihren entscheidenden Nutzen nicht in dem konkreten Bedürfnis, dem ihr Gebrauchswert dient, sondern in einem Wert, der ihnen allen als Tauschobjekte gleichermaßen eigen ist – die erste Verfremdung in einem Produktionsverhältnis, in dem sich die Menschen zu den Produkten ihrer Arbeit als verdinglichter Ausdruck ein und desselben abstrakten Reichtums verhalten. Im Geld erhält dieser Reichtum seine selbständige und alle Waren gleichermaßen repräsentierende Existenzform – es ist die vergesellschafte Form des Reichtums, den sich der Kapitalismus zu seinem Produktionszweck setzt: mit der Herstellung von Waren mehr Geld zu erwirtschaften als zu ihrer Herstellung aufgewendet wird…Kapitel für Kapitel entwickelt Marx die logischen und aufeinander aufbauenden Bestimmungen des Kapitals und seiner Produktions- und Verteilungsgesetze, bis am Ende von Band 1 seines Werkes schließlich die kapitalistische Produktionsweise mit ihren lebensfeindlichen Gegensätzen und Widerwärtigkeiten erklärt und damit in Grund und Boden kritisiert ist.

……….

Der neue Kapital-Arbeitskreis (Lektüre: Karl Marx, Das Kapital Bd.I) beginnt im Herbst 2012.
Genauer Termin, Ort etc. unter www.gegenargumente-hamburg.de oder (mit Anmeldung) am GSP-Büchertisch ab 25.9.

Auch so kann man den Kapitalismus (nicht) kritisieren:

Profit: gut – zu viel Profit: böse oder Eine kurze Aufklärung über – „Was ist Profit“

Seit es den Kapitalismus gibt, gibt es viel Unzufriedenheit mit ihm. Heutzutage zum Beispiel bei Attac, bei den Befürwortern eines „Bedingungslosen Grundeinkommens“, bei den „Empörten“ in verschiedenen europäischen Staaten oder bei der „Occupy“-Bewegung.

Diese Bewegungen kritisieren den Kapitalismus wegen seiner „Auswüchse“, die doch wohl zum Himmel schreien. Es ist ja auch nicht zu übersehen, dass einem ständig wachsenden Reichtum bei den einen eine ebenso ständig wachsende Armut bei den anderen gegenübersteht. Nicht zu übersehen ist auch die notorische Existenzunsicherheit, die für viele Leute bedeutet, dass schon ein unglücklicher Umstand – Entlassung, Krankheit, eine psychische Ausfallerscheinung, ein familiäres Drama, falsch eingekauft, auf einen falschen Rat gehört – zu einer privaten Katastrophe wird. Und auch die gesamtgesellschaftlichen Folgeerscheinungen des Kapitalismus werden angeprangert. Weltweit breiten sich Hunger und sonstiges Elend immer mehr aus; es gibt eine fortschreitende Zerstörung der natürlichen Umgebung und nicht zuletzt: jede Menge Kriege der kleineren und der größeren Art.

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1. Mai: Tag der Arbeit

Die Lage der arbeitenden Klasse in Europa:

Eine kurze Bilanz zum “Tag der Arbeit”

1. In Europa gibt es eine Staatsschuldenkrise. Dazu kommt es, wenn internationale Finanzinvestoren aufhören, einem Staat frisches Geld zu leihen. Sie stellen fest, dass sich dieser Staat für sie nicht mehr lohnt, dass er auf Dauer nicht für den Zinsdienst garantieren kann, den er ihnen für ihre Kredite schuldet. Und wenn so ein Staat nicht dafür taugt, Banken und Investmentfonds reich zu machen, investieren die eben nicht mehr in seinen Haushalt. Dann ist der Staat bankrott und kann seinen Laden zu machen. Dass sich ein Staat mitsamt dem ganzen gesellschaftlichen Leben, das an ihm hängt, fürs Finanzkapital rentiert, ist offenbar seine erste Existenzbedingung. Wenn er seinen Gläubigern keine Zinsen mehr abliefern kann, war alles sinnlose Verschwendung und „über die Verhältnisse leben“, was er unternommen und eingerichtet hat.

Was ist los, wenn ein Staat die Zinsen auf seine Schulden nicht mehr bezahlen kann?
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Die Grass-Debatte: Deutscher Großdichter – national abgewatscht

Aus aktuellem Anlass gibt es eine Themenänderung für den Arbeitskreis:

Es geschieht selten, dass ein Gedicht die halbe Nation in Wallung versetzt. Günther Grass ist es mit einem Stück politischer Prosa gelungen: „Was gesagt werden muss“ hat er nach quälender Überwindung eines sich selbst auferlegten Schweigegebots öffentlich gemacht – und sich dafür einen Empörungsschrei quer durch die maßgebliche Prominenz aus Staat und Kultur eingehandelt samt einem Einreiseverbot nach Israel. Was ist passiert?
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Freerk Huisken: Deutscher Großdichter als Weltgewissen – national abgewatscht

G..Grass hat in dem Gedicht, das seit Tagen für Wirbel sorgt,  darauf verwiesen, dass die Atommacht Israel den „ohnehin brüchigen Weltfrieden“ mit der Androhung eines atomaren Erstschlags gegen den Iran gefährdet. Zugleich greift er die deutsche Regierung an, die sich mit der Billigung von U-Boot-Verkäufen an Israel zum „Zulieferer eines Verbrechens“ machen könnte. „Internationale Instanzen“ fordert er abschließend auf, die Atomanlagen bzw. atomaren Potentiale beider Staaten einer permanenten Kontrolle zu unterziehen.

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