Lesetipp: Gegenstandpunkt 4-20

GegenStandpunkt 4-20 erschienen

Achtung!
Während des Lockdowns direkt erhältlich in diesen Buchhandlungen:

  • Buchhandlung im Schanzenviertel, Schulterblatt 55
  • Freiheit & Roosen, Kleine Freiheit 80
  • Buchhandlung Lüders, Heußweg 33
  • Cohen und Dobernigg, Sternstraße 4

Aus dem Inhalt:

Amerika im Wahljahr 2020

„Ich wähle den Präsidenten, unter dem ich mehr Geld verdiene.“ (Ein namensloser hard-working Amerikaner im deutschen Fernsehen)
Das ist schon sehr nahe an der wahren Seele Amerikas: am falschen Materialismus kapitalistischer Konkurrenz, in der das Land der unbegrenzten Möglichkeiten sich nicht übertreffen lässt. Aber was die zweite Welle des Wahlkampfes des Donald Trump – nach 2016 – um „America first!“ betrifft, ist das noch nicht einmal die halbe Wahrheit. Im offiziell losgetretenen ‚clash of cultures‘ zwischen populistischen Lügen und demokratischer Heuchelei geht es um nichts Geringeres als die Moral der Nation – also den Gehorsam des Volkes, auf dem im Land der Freien die Weltmacht der Staatsgewalt beruht. Mehr dazu in unserer Chronik eines „Kampfs um die Seele Amerikas“.

Vom Grund für „Gewaltexzesse“ und „rechte Umtriebe“
bei den staatlichen Ordnungshütern

Seit dem Tod von George Floyd wacht die hiesige Öffentlichkeit besonders kritisch darüber, ob es nicht auch die hiesige Polizei in Sachen Gewalteinsatz gelegentlich übertreibt oder sich rassistischer Diskriminierung schuldig macht. Daneben sorgen rechtsradikale polizeiinterne Chatgruppen und eine offenbar recht verbreitete Vorliebe für Nazi-Devotionalien regelmäßig für den Verdacht, dass die bewaffneten Staatsbediensteten es an der rechten demokratischen Gesinnung fehlen lassen. So sieht sich die Politik genötigt, ihre Polizei gegen den Vergleich mit US-Cops zu verteidigen und darauf zu verweisen, dass deren rassistische Übergriffe und Gewaltexzesse hierzulande undenkbar seien, weil unsere Polizei fest auf dem Boden der Verfassung steht. Entsprechend schockiert zeigt sie sich angesichts „rechter Umtriebe“ einiger „Netzwerke“ und im Hinblick auf „Einzelfälle“ dokumentierter Polizeigewalt, die unberechtigterweise den guten Ruf der ganzen Truppe gefährden.
Lob und Tadel, Verdächtigung wie Freispruch der Polizei schwindeln sich allesamt um die Hauptsache herum: Wovon muss der gute Ruf der Polizei überhaupt rehabilitiert werden, und wofür? Worin besteht er, der Beruf des Polizisten? Weiterlesen

Veranstaltungstipp: Der Wettlauf um den Corona-Impfstoff

Online-Diskussionsveranstaltung

Mittwoch, 16. Dezember 2020, 19.30 Uhr

Einlass ab 19.00 Uhr. Zugang über:

https://meet.gegenargumente-hamburg.de/diskussion2086

Der Wettlauf um den Corona-Impfstoff

Geschäft und Gewalt kümmern sich um die Immunisierung der Menschheit

 

Die von der neuartigen Seuche überraschte Menschheit wusste noch nicht, wie ihr geschieht, da haben sich in der aufgeklärten Welt des Kapitalismus schon die Profis an die Arbeit zu ihrer Rettung gemacht, wie es sich in ihrem Metier gehört.

Die Pharmaunternehmen

erfahren über den neu entdeckten viralen Krankheitserreger, noch ehe er aus Wuhan ausgebrochen ist, dass er das Zeug dazu hat, sich alsbald über die ganze globalisierte Welt zu verbreiten. Was für eine Gelegenheit! Die Produktivkraft dieses Erregers beschränkt sich nicht auf die armen und elenden Regionen der Welt, wo die Konzerne leider allzu oft ein marktwirtschaftliches Missverhältnis zwischen der dringenden Nachfrage nach ihrer Medizin und der Zahlungsfähigkeit, die aus dem Bedarf erst eine taugliche Geschäftsgelegenheit für sie macht, konstatieren müssen. Ganz schnell stecken sich die Völker Europas und Nordamerikas an und werden in Teilen ziemlich krank davon. Da haben die Konzerne und ihre Shareholder längst Kapital und Kredit im großen Stil mobilisiert und das Know-how ihrer Belegschaften auf die beschleunigte Entwicklung eines Corona-Vakzins verlegt.

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Dieser Artikel ist eine Vorabveröffentlichung aus der Zeitschrift GegenStandpunkt 4-20, die am 18.12.2020 erscheint.
Mehr Infos auf der Seite des Gegenstandpunkt-Verlags.

 

 
Plakat für die Veranstaltung hier

 

Veranstaltungstipp: Die elende Suche nach der „Normalität“

Online-Diskussionsveranstaltung

Dienstag, 10. November 2020, 19.30 Uhr

Einlass ab 19.00 Uhr. Zugang über:

https://meet.gegenargumente-hamburg.de/diskussion7836

Die elende Sehnsucht nach der „Normalität“

treibt viele Zeitgenossen um, die von den staatlich verordneten Anti-Corona-Maßnahmen betroffen sind:
– Da gibt es einige, die sich auf Demonstrationen über staatliche Freiheitsberaubung beschweren, weil sie einen Mund-Nasen-Schutz tragen sollen, um die Ausbreitung des Corona-Virus zu hemmen. Was geben die eigentlich über ihre bürgerliche Freiheit zu Protokoll, wenn sie fordern, die „Merkel-Diktatur“ möge ihnen gefälligst wieder erlauben, frei zu sein, damit sie barrierefrei husten können?

– Viel zahlreicher sind die Mitbürger, die durch die staatliche Seuchenpolitik arbeitslos oder auf Kurzarbeit gesetzt werden und infolgedessen mit ihrem Geld noch schlechter auskommen als sonst schon – und sich deshalb die gewohnten Verhältnisse zurück wünschen. Wenn durch einen Ausnahmefall wie die Pandemie von heute auf morgen vom Wohnen bis zum Essen alles in Gefahr gerät: ist da nicht ein wenig Skepsis gegenüber dem bürgerlichen Erwerbsleben angebracht, in dem die ganze Existenz und offenbar auch der Absturz vom Geld abhängt?

– Schließlich nimmt ein Haufen Leute die brutalen Folgen zur Kenntnis, die der „Lockdown“ für die elenden Massen in den sogenannten armen Ländern der Welt hat. Wenn dort, wie es die einschlägigen Berichte vorführen, der Hunger noch schlimmer grassiert als die Seuche: macht das aus dem ohnehin erbärmlichen Leben eine – immerhin – erträgliche Sache, oder wirft das nicht ein Licht auf den brutalen Normalzustand, unter denen die Menschen dort zeitlebens ihre Existenz fristen?

Hier wie dort – vom „Lockdown“ wieder zurück zur „Normalität“?
Auf jeden Fall hätte, wer über heimische wie fremdländische Verhältnisse so denkt, wieder einmal eine Gelegenheit verpasst, aus einer Krise einen richtigen Schluss auf die Welt vor, nach oder ohne Krise zu ziehen.

Lesetipp zum Thema:
Die elende Sehnsucht nach „Normalität“, im GegenStandpunkt 3-20

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